Sebastian Moll, USA Korrespondent.

Sebastian Moll, USA Korrespondent. Berichte, Analysen Kommentare zu Politik, Kultur und Gesellschaft der Vereinigten Staaten.

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2013 ist im Picus Verlag, Wien mein New York-Buch erschienen:

"Uptown Blues
in der funkelnden Metropole"

Das New York des 20. Jahrhunderts war eine Stadt, die keine Grenzen akzeptierte. Eine Metropole, deren Aggregatzustand der Rausch war. Nichts war zu verrückt für New York, nichts war zu groß und alles konnte immer noch schneller gehen. Doch seit der Jahrtausendwende ahnen die Menschen, dass es so nicht weitergeht. Der 11. September und die Wirtschaftskrise von 2008 haben die Welthauptstadt der Moderne ausgebremst. Das einst unerschütterliche Selbstbewusstsein der New Yorker hat einen herben Dämpfer erfahren. Die einst dauererregte Metropole schaut zaghaft in den Spiegel. Sie sieht ein New York auf der Suche nach einer neuen Identität.

Mit dieser Sammlung von Reportagen aus den Jahren 2004-2012 führe ich den Leser in die Straßen von Harlem, wo Gospel mit Hip-Hop und Drogenbanden mit Edelrestaurants um ihr Daseinsrecht kämpfen. Ich fahre über den East River nach Brooklyn, wo eine junge Boheme mit Spekulanten und Großinvestoren darum streitet, ob der coolste Stadtteil der USA ein Gegenentwurf zu Manhattan oder das neue Manhattan werden soll. Ich nehme Sie mit auf die Straßenbasketball-Courts im Greenwich Village, wo Kids den verzweifelten Traum vom großen Wurf träumen. Und ich besuche die letzten Künstler des Chelsea Hotel, wo nicht nur Bob Dylan Inspiration gefunden hat.  Zusammen ergeben die Erzählungen das Bild einer Stadt zwischen Armut und Hyper-Gentrifizierung, zwischen Übermut und Selbstzweifel, zwischen einer glanzvollen Vergangenheit und einer ungewissen Zukunft.

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