Donnerstag, 19 Juni 2014

Laverne Cox

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Die neue Ikone der amerikanischen Transsexuellen

Laverne Cox ist eine beeindruckende Erscheinung. Beinahe einen Meter 90 ist die schwarze Schauspielerin groß, ihr blond gefärbtes Haar fällt samtig um die muskulösen Schultern. Ihre langen Wimpern betonen ihre großen, tiefbraunen Augen und ihre dicken sinnlichen Lippen glänzen wenn sie in ihrer rauen, erotischen Stimme zu sprechen beginnt.

Donnerstag, 05 Juni 2014

Nach Hurricane Sandy:

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New York schützt sich gegen steigende Meeresspiegel und lernt dabei von den Holländern

Die Flutwellen, die Hurricane Sandy im Oktober 2012  an die Küste des amerikanischen Nordostens spülte, trafen die Stadt New York praktisch unvorbereitet. In den Straßen des südlichen Manhattans stand innerhalb von Minuten meterhoch das Wasser. Die U-Bahn Schächte wurden geflutet, Kraftwerke am East River explodierten. In Brooklyn rollte eine Wand aus Wasser durch das Stadtviertel Red Hook und ließ den Anwohnern keine Chance, sich in Sicherheit zu bringen.

Mittwoch, 28 Mai 2014

1964: Wirklich der Jahrgang der Angepassten?

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Eine Replik auf Martin Rupps

Martin Rupps hat viel Wahres geschrieben in seinem Portrait unseres Jahrgangs, das vor 14 Tagen den Titel des „Freitag“ zierte, jenes Jahrgangs 1964, der schon allein wegen seiner zahlenmäßigen Stärke einen Schwerpunkt der deutschen Gesellschaft darstellt. Und doch musste ich mich beim Lesen seines Exposes permanent ärgern.

Donnerstag, 17 April 2014

Amerika - ein ewiges Apartheidsregime?

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Eine neue Debatte um Rassenbeziehungen im Zeitalter von Obama

Gerade einmal sechs Jahre ist es her, dass Amerika sich an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter wähnte. Man hatte gerade den ersten schwarzen Präsidenten in das Weiße Haus gewählt und plötzlich schien alles möglich. Die Rassendiskriminierung, die schwerste Bürde der amerikanischen Geschichte, schien abgeschüttelt, die Rede von der post-rassischen Gesellschaft machte die Runde.

Mittwoch, 02 April 2014

Buchhandlungs-Sterben in Manhattan

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Wenn Susan Sontag an einem neuen Aufsatz über die Fotografie, über die Hermeneutik oder über die Postmoderne gearbeitet hat und nach Inspiration suchte, dann gab es für berühmte Essayistin und Kulturkritikerin nur eine Anlaufstelle. Wie die meisten Downtown Intellektuellen der 70er und 80er Jahre machte Sontag sich in solchen Fällen auf den Weg in den St. Mark’s Bookshop im East Village, um in dem reichhaltigen Angebot an deutscher und französischer Theorie, klassischen philosophischen Texten und zeitgenössischen Kunstbänden zu stöbern.

Samstag, 15 März 2014

Was ist Normcore

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Es war seit einiger Zeit still geworden um den Hipster, man hatte das Gefühl, dass das Phänomen sich überlebt hat. Der Begriff „Hipster“ war schon lange keine Bezeichnung mehr für eine wirkliche Haltung, der Hipster als solcher war zu einer wohl definierten Subkultur verkommen, einer Gruppe mit einem fest gefahrenen Kanon an Mode, Musik und einer Heimat in ganz bestimmten Gegenden ganz bestimmter Großstädte. Dem Hipster war es ergangen wie vor ihm dem Punk, dem Hippie, dem Goth, etc.....

Mittwoch, 05 März 2014

Gentrifizierung und Hyper Gentrifizierung

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Nach einem emotionalen Ausbruch von Spike Lee kocht in New York die Diskussion um Luxussanierung und Verdrängung wieder hoch

Es ist sicher kein Wunder, dass sich die Debatte um Gentrification in New York wieder zuspitzt, nachdem der neue Bürgermeister Bill DeBlasio in die City Hall eingezogen ist. Schließlich war es das zentrale Wahlkampfversprechen des neuen Mannes, die soziale Ungleichheit in der Stadt abzumildern und die Stadt wieder breiteren Schichten der Bevölkerung zugänglich zu machen.

Dienstag, 04 März 2014

Oscar-Nacht:

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Political Correctness statt Kapitalismuskritik

Es war ein gelungener Eröffnungsmonolog, den Ellen DeGeneres zur Oscar Nacht auf die Bühne brachte, eine ausgewogene Mischung aus Selbstironie und wohlmeinender Stichelei gegen die versammelte Hollywood Prominenz. Doch der Schluss-Satz der Rede ließ den Gästen im Dolby Theater am Sunset Boulevard und den Millionen vor den Fernsehbildschirmen das Lachen im Halse stecken bleiben.

Dienstag, 18 Februar 2014

Der Schnee, die Dürre, das Klima

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Es gab ein hörbares Aufatmen in New York zum Wochenbeginn. Am Straßenrand türmen sich zwar noch immer die Schneehäufen und am Vormittag waren die Temperaturen noch immer deutlich unter Null Grad. Doch zur Tagesmitte wärmte die Sonne die Stadt auf beinahe angenehme Temperaturen. Vor allem versprach jedoch der Wetterbericht den wintergeplagten New Yorkern, endlich ein wenig Erleichterung. Zum Wochenende hin sollen sich die Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt stabilisieren, es gibt keine weiteren Schneefälle. Man darf hoffen, dass es dieses Jahr doch noch einen Frühling geben wird, was in den vergangenen Wochen oftmals unwahrscheinlich erschien.

Freitag, 25 Juli 2014

Vom Umgang mit Video-Spielen

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Lernen füs Leben?

Ich gebe es zu, ich bin inbrünstiger Video-Spiel Hasser. Welch' immer bildungsbürgerliches Vorurteil gegen Video-Spiele man sich vorstellen kann – ich besitze es. Ich finde sie verdummend, abstumpfend, süchtig-machend, jugendgefährdend und insgesamt ein Symptom für die unaufhaltsame Verflachung unserer Kultur.

Freitag, 25 Juli 2014

Die Beatles in Amerika

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Vor 50 Jahren traten die Beatles erstmals in den USA auf und starteten damit ihre Weltkarriere

Robin Lyn kann sich nur noch an wenige Details von diesem Nachmittag vor genau 50 Jahren, dem 9. Februar 1964, erinnern, „irgendwie ist alles verschwommen", sagte sie jüngst einem Reporter der Radio-Station WNYC. Sie weiß noch, dass sie ein rosafarbenes Kleid angezogen hatte und dass es kalt war in New York. Sie kann sich daran erinnern, dass sie gehechelt und gestöhnt hat und dass Paul da war. Und dann war alles ganz rasch vorbei.

Freitag, 25 Juli 2014

Verkerhrstote und die New Yorker Polizei

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Fußgänger und Radler sind in New York Freiwild

Es war ein blutiges Wochenende in New York, doch es waren weder Pistolenkugeln noch Messerstechereien, die in zwei Tagen vier Menschenleben gekostet hatten. Es waren Autos.

Am Sonntagnachmittag lief im an sich ruhigen Wohnbezirk Upper West Sid die 26 Jahre alte Krankenschwester Samantha Lee vor ihrem Apartmentgebäude über die Straße, als ein Krankenwagen sie streifte. Lee wurde in den Gegenverkehr geschleudert, von einem anderen Fahrzeug erfasst und zu Boden gerissen. Sie war auf der Stelle tot.

Freitag, 25 Juli 2014

Erweiterungsbau des MoMa

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Tod der Kunst?

Je länger er sich das anhören musste, desto mehr drehte sich Jerry Saltz der Magen um. Da war die Rede von Zugänglichkeit und Flow, navigationaler Lesbarkeit, Konnektivität, chirugischen Interventionen, sozialem und performativem Raum sowie von institutionellem Interfacing mit der Stadt. Nur ein Wort hörte Saltz nicht: Kunst.

Das trieb Saltz die Tränen in die Augen, wie er später gestand, denn Saltz ist Kunstkritiker und die Veranstaltung, der er beiwohnte, war die Präsentation eines Erweiterungsbaus des größten Kunstmuseums der Welt. Um die Kunst, das wurde Saltz jedoch mit jedem Satz des pseudo-intellektuellen Architekturgeschwafels klar, ging es dabei nicht.

Freitag, 25 Juli 2014

Alle Jahre wieder

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Angst um Weihnachten

Es war das letzte Mal in seiner 12-Jährigen Regentschaft, die Ende des Jahres zu Ende geht, dass Bürgermeister Michael Bloomberg am vergangenen Donnerstag die Beleuchtung des 20-Meter hohen Weihnachtsbaums vor dem Rockefeller Center umlegen durfte. Der Akt markierte wie immer den offiziellen Startschuss zur Weihnachtssaison in der Stadt. Mary J. Blige war dabei und hat zusammen mit einem Kinderchor ein Weihnachtslied gesungen und Zehntausende von New Yorkern sowie Touristen aus aller Welt scharten sich rund um das Rock Center, um von da aus in die Geschäfte rund um die Fifth Avenue auszuschwärmen und ihrer weihnachtlichen Shoppingpflicht nachzukommen.

Freitag, 25 Juli 2014

Im Krankenhaus

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In den Klauen des US Gesundheitssystems

Mein erster Gedanke, als ich blutend auf dem Rücken am Rande einer Landstraße in New Jersey lag, war „Scheiße. Jetzt bist Du pleite." Der stechende Schmerz in meiner linken Schulter, ausgelöst von einer unsanften Landung nach einem Sturz vom Fahrrad bei etwas mehr als Genuss-Geschwindigkeit, bedeutete mir nur eines: Arztrechnungen in der Höhe des Kaufpreises einer Manhattaner Wohnung in Verbindung mit einer Krankenversicherung, die um jeden Cent mit mir ringen würde. Das Worst-Case Scenario also.

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