Bildung

Diplomat für einen Sommer

  • Diplomat
Kleine Inselstaaten haben kein Geld für eine volle Vertretung bei der UNO - Deshalb schicken sie Praktikanten als Diplomaten in die Vollversammlung
(FTD, Foto: Adrian Müller)

Jörg Walter gibt ihn ausgesprochen überzeugend. den jungen Weltdiplomaten. Routiniert zückt er seinen Delegierten-Ausweis, während er gelassen die Sicherheitskontrollen über sich ergehen lässt, die in diesen Tagen schon zwei Straßen vom großräumig abgesperrten UNO-Hauptquartier am East River entfernt anfangen. Er wirkt, als hätte er noch nie etwas anderes getragen, als den dezenten dunkelblauen Zweireiher, die Ledermappe klemmt lässig unter dem Arm.

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"Unser Marktwert schrumpft"

  • Studenten
Amerikanische Wirtschaftsstudenten reagieren auf die Krise
(Spiegel Online)

Eine Traube von mindestens zwei Dutzend Studenten hat sich in der Eingangshalle der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät versammelt und starrt wie gebannt auf einen übergroßen Flachbildschirm, der hier von der Decke hängt. Von morgens um neun bis zur Schlussglocke mittags um vier flimmern die aktuellen Börsenkurse von der Wall Street durch den hohen Raum und seit dem Crash in der vergangenen Woche lassen die MBA-Anwärter der New Yorker Columbia University die Werte nur aus dem Auge, wenn sie unbedingt in ein Seminar müssen. „Die Banken-Notierungen gehen alle hoch" flüstert einer. „Ja, aber Einzelhandel geht runter. Der Markt kann sich heute nicht so recht entscheiden", kommentiert ein anderer.

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Was kostet das Studium in New York?

  • Studium
Wie kommen Studenten in New York mit ihrem knappen Budget aus? Wo wohnen sie? Wo gehen sie zum Einkaufen? Wie teuer ist das kulturelle Angebot?
(Spiegel Online)

"Wer es gerne bequem hat", sagt Nina Brandt, bis vergangenen Herbst deutsche Stipen-diatin für Medienwissenschaften an der New Yorker New School, „der kommt lieber nicht nach New York." Enge Wohnverhältnisse, lange U-Bahnfahrten in erschwingliche Wohn-bezirke, Streifzüge quer durch die Stadt zu billigen Lebensmittelgeschäften und bezahlbaren Lokalen, dazu meist extrem hohe Anforderungen an der Uni – das ist nicht Jedermanns Sache. Wer bereit ist, das alles auf sich zu nehmen, dem liegt der Big Apple jedoch zu Füßen. New York kann teuer sein, muß es aber nicht, besonders seitdem der Dollar ins Bodenlose zu stürzen scheint. Mit 1400 Dollar pro Monat ist Nina Brandt hier ausgekommen, bevor sie nach ihrem Abschluß einen Job bei der UNO gefunden hat – das sind derzeit gerade einmal 1010 Euro.

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"Wilder Westen" der Studienfinanzierung

Private Kreditinstitute in den USA stehen in einem erbitterten Wettbewerb um die Studentenkredite. Da geht es nicht immer seriös zu: Bestechung der Studienberater steht auf der Tagesordnung.
(Frankfurter Rundschau)

Nach gewöhnlichen Maßstäben würde man Devraj Roy als gut situiert bezeichnen. Der aus Kalkutta stammende Investmentbanker verdient an der Wall Street rund 150,000 Dollar im Jahr. Das ist eigentlich sogar in New York ausreichend Geld, um seiner dreiköpfigen Familie einen angenehmen Lebensstil zu ermöglichen. Doch der 32jährige muss trotz seiner stattlichen Honorierung jeden Cent umdrehen. Um sich die Universtitätsausbildung leisten zu können, die ihm die Qualifikation für seinen jetzigen Job ermöglichte, hatte er Kredite von beinahe 200,000 Dollar aufnehmen müssen. Und aus dieser Erfahrung heraus fängt er jetzt schon an, für die Ausbildung seines gerade einmal ein Jahr alten Sohnes zu sparen.

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